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Die Geburt von Paul

Mein erster Blogeintrag ist eine Geburtsgeschichte.

Melanie (34) und Christian (36) haben im Januar 2019 einen Hypnobirthing Kurs bei mir belegt und bereits im März ihren Sohn Paul begrüßen dürfen. Dabei haben sie eine tolle und rasante Geburtsreise erlebt. Weil Melanie in der Schwangerschaft sehr gerne die Geburtsberichte von anderen Frauen gelesen hat und weiß, wie sehr man als Schwangere davon profitiert, darf ich an dieser Stelle ihre sehr persönlichen Erfahrungen mit Euch teilen.

Etwas verrückt und trotzdem wunderschön.

An einem Montagmorgen um 5:30 Uhr ist die Fruchtblase aufgegangen, ohne Vorwarnung, ein plötzlicher Startschuss. Also haben wir in der Klinik angerufen und durften uns langsam auf den Weg machen. Unsere Geburtsreise hatte also begonnen. Im Kreißsaal angekommen wurde als erstes ein CTG geschrieben, still ruhte der See, es wurden keine Wellen aufgezeichnet, ich fühlte mich super.

Nach der stationären Aufnahme hieß es laufen, laufen, laufen und Treppen rauf und runter gehen, die Schwerkraft nutzen. Es tat sich weiterhin nichts und außer den üblichen Rückenbeschwerden, wie auch schon die Wochen zuvor, ging der Tag zu Ende und Paul ließ weiter auf sich warten. Abends hörte ich, wie immer in den letzten Wochen, die Regenbogenentspannung und versuchte zu schlafen um Kraft zu tanken, für das was noch kommt. Nachts hatte ich leichte Krämpfe, die allerdings wieder aufhörten und auch das nächtliche CTG hatte keine Wellen aufgezeichnet.

Der nächste Tag begann wieder mit Laufen, Treppen und dem unangenehmen Wort „Einleitung“. Gegen 15 Uhr habe ich mich noch einmal mit der Regenbogenentspannung hingelegt und bin aus dem Entspannungszustand sehr plötzlich mit intensiven Wellen und dem Drang zu pressen erwacht. Eine sehr unangenehme Situation, als werdende Mutter meines ersten Kindes, direkt mit den finalen Geburtswellen in die Geburt zu starten, das hatte ich mir anders vorgestellt.

Das Klinikpersonal hat mich mit meiner Einschätzung der Lage, bereits in der Zielphase der Geburt zu sein, nicht wirklich ernst genommen und vermutete, „lediglich“ beginnende Öffnungswellen. Die Situation änderte sich jedoch schlagartig, als auch die Hebammen nach einer Untersuchung mit den Worten „Oh man, ja Frau G, sie sind eine von der schnellen Sorte. Der Kleine ist schon sehr weit unten und es dauert nicht mehr lange.“, im Eiltempo einen Kreißsaal für mich organisierten. Immerhin hat erst die VIERTE Hebamme die Lage richtig eingeschätzt und mich nicht für hysterisch gehalten, sondern schnell geschaltet und gesehen, dass Paul nicht mehr länger warten wollte.

Im Kreißsaal war dann keine Zeit mehr für weitere Entspannungsübungen oder verschiedene Geburtspositionen. Kniend, mit dem Oberkörper über die erhöhte Bettkante gelehnt, habe ich Paul, nur 2 Stunden nach Beginn der Wellen, geboren.

Ohne Medikamente oder andere Hilfsmittel, aus eigener Kraft.

Die Nabelschnur konnte auspulsieren und wir durften in Ruhe noch 2 Stunden im Kreißsaal die ersten Momente zu dritt genießen. Alle unsere Wünsche rund um die Geburt wurden vom Klinikpersonal respektiert und wir sind glücklich über die unkomplizierte und erstaunlich schnelle Geburt unseres Sohnes.

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